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Die goldene Generation erklimmt den Gipfel

Den Aufstieg der Volleyballerinnen in die zweite Liga hat die Abteilung in erster Linie ihrer Nachwuchsarbeit zu verdanken

VON ALEXANDER KECK [Fränkische Landeszeitung]

ANSBACH – Der 14. Sieg im 18. Saisonspiel war eher eine Fingerübung denn ein fordernder Wettkampf. Bedeutung erlangte das klare 3:0 der Ansbacher TSV-Volleyballerinnen über die TV/DJK Hammelburg durch die Tatsache, dass damit die Meisterschaft in der 3. Liga Ost festgezurrt und so erstmals der Aufstieg in die zweite Bundesliga gesichert wurde. So viele Zuschauer wie nie wollten Zeuge des historischen Erfolges werden.

 

Der Meister musste froh sein, den rund 500 Besuchern in der vollen Theresien-Halle überhaupt ein Spiel bieten zu können. Bis zum Morgen des Spieltages war der Kader der Gäste durch Krankheit und Verletzungen auf fünf einsatzfähige Spielerinnen geschrumpft. Glücklicherweise fand sich eine sechste Spielerin beim abgestiegenen Tabellenletzten, ohne die Hammelburg die Partie hätte absagen müssen. Ansbach brauchte kaum eine Stunde, um sich die drei Punkte in drei klaren Sätzen zu sichern (25:15, 25:9, 25:16). Auch ohne die ehemalige Nationalspielerin Conny Eichler, die kurzfristig passen musste, und die verletzte Kerstin Klein geriet der Erfolg des Tabellenführers nie in Gefahr. Ein Aufschlagfehler von TV-Spielerin Denise Roy beendete den ersten Durchgang, in dem doch ordentlich Nervosität bei den TSV-Spielerinnen zu spüren war. Sophia Botsch erzielte den letzten Punkt im zweiten Satz, der garniert war mit dem einen oder anderen kuriosen Ballwechsel.

Wenn es dem TSV gelang, das Spiel sauber aufzubauen, waren Punkte die unabänderliche Folge, vor allem wenn Stellerin Steffi Choc Anna Eisenberger einsetzte. Etliche gute Aktionen lieferte auch IsabelAuerochs zu. Shari Schülein verwandelte schließlich den Matchball, nach dem endlich die Feierlichkeiten beginnenkonnten. Vor ziemlich genau einem Jahr regneten auf diese Mannschaft in dieser Halle schon einmal goldene und silberne Schnipsel herunter. Damals wertete man die Meisterschaft in der Regionalliga schon als außergewöhnlich. Jetzt hat der TSV den Titel in der dritten Liga nachgelegt. Ein einmaliger Erfolg, dessen Wurzeln viele Jahre zurückreichen. Im Archiv finden sich Fotos von TSVKindermannschaften, die in den Nachwuchswettbewerben Bezirksoder Nordbayerischer Meister wurden. Aus den Kindern wurden im Lauf der Jahre junge Frauen, deren Namen immer noch auf Spielberichtsbögen des TSV stehen. Zum Zwölferkader für die 3. Liga gehören nur vier Spielerinnen, die nicht in der Jugend für den TSV aktiv waren.Kluge Ergänzungen für das harmonierende Ensemble.

„Wir schaffen das“

„Die Mannschaft macht es“, findet Trainer Lars Bomsdorf und er meint damit, dass der außerordentliche Teamgeist dazu führt, dass die TSVTruppe mehr ist als die Summe der Fähigkeiten einzelner Spielerinnen.

Nachdem die Mannschaft wie erwartet sportlich geliefert hat, ist jetzt der Verein am Zug, den Rahmen für den Auftritt seiner goldenen Generation in der Bundesliga zu schaffen. Clever in die Zukunft wegverhandelt hat der TSV das Problem mit dem nicht vorhandenen, aber eigentlich vom Ligaverband geforderten farblich abgesetzten Spielfeld. Alle anderen Zulassungsvoraussetzungen dürften kein allzu großes Problem mehr darstellen. Für die dann höchstklassige Mannschaft des TSV Ansbach sicherte auch dessen Vorsitzender Günther Kiermeier im Rahmen der Feierlichkeiten die Unterstützung des Hauptvereins zu. „Wir werden das schaffen“, ist sich Abteilungsleiter Dr. Tilman Botsch sicher, „und dieser Mannschaft ermöglichen, in der zweiten Liga zuspielen.“

 

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